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Genealogielexikon

Hier finden Sie 4682 Begriffe aus dem Bereich Genealogie und Heraldik, davon 0 noch ohne Erklärung (Offen).

   
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R.I.P.
lat: requiescat in pace
(er/sie/es) ruhe in Frieden
Abkürzungen
Rabenstein
gemauerte Hinrichtungsstätte
Genealogie
Rachimburge
Schöffe, Besitzer des Richters beim Dinggericht
Genealogie
Rademacher
Stellmacher, Wagner, Radbauer
Genealogie
Rademaker
Stellmacher, Wagner, Radbauer
Genealogie
Radgundis
11. VIII.
Datum
radix
lat. für Wurzel
=Ursprung, Stamm
Genealogie
Radmacher
Siehe:Stellmacher 
Genealogie
Rain
Grasstreifen zwischen Feldern; Grenze
Genealogie
Rainung
Festlegung der Ackergrenze
Genealogie
Raitkammer
Rechenkammer, Domänenverwaltung
Genealogie
Rangschiffer
Schiffseigner, der einer Vereinigung zur Erzielung von Regelmäßigkeiten in den Fahrten angehört
Genealogie
Ranzion
(franz.) Lösegeld für freigekaufte Kriegsgefangene (aber auch für gekaperte Schiffe). Seit den Revolutionskriegen nur noch Kriegsgefangenenaustausch üblich.
Genealogie
ranzionieren
loskaufen, einen Kriegsgefangenen durch Auswechslung befreien, sich selbst aus der Kriegsgefangenenschaft entweichen.
Genealogie
Rascher
Verfertiger von Räsch/Räß, einem nach der Stadt Arras benannten leichten Wollgewebe
Genealogie
Raschmacher
Verfertiger von Räsch/Räß, einem nach der Stadt Arras benannten leichten Wollgewebe
Genealogie
Rat
beratende Versammlung (althochdeutsch)
allgemein Kollegium an der Spitze einer staatlichen Gliederung, Körperschaft, Kooperation; stand entweder als beratendes Gremium der Leitung zur Seite oder realisierte selbst die kollektive Leitung. in der städtischen Verfassung (Ratsverfassung) etwa seit dem 13./14. Jh. oberste Verwaltungsbehörde einer Stadt (als Ausdruck genossenschaftlicher Selbstverwaltung des erstarkten Bürgertums). Ursprünglich eine Körperschaft nur der reichen Kaufleute, mußten auf Grund der Kämpfe der Gemeinde und bes. der reich gewordenen Zünfte (sog. Kommunalbewegung) gegen die Vorherrschaft der alten ratsfähigen Geschlechter (Patrizier) im 14. und 15. Jh. zunehmend auch Handwerker aufgenommen werden. Der R. bestand in der Regel aus 24 Ratsmännern (Ratsherren), von denen jeweils 12 dem regierenden (sitzenden) und 12 dem ruhenden (alten) Rat angehörten. Jährlich wählte der regierende Rat aus seinen eigenen Reihen und aus denen des ruhenden Rates den neuen regierenden Rat; die nichtgewählten Ratsherren bildeten dann den ruhenden Rat. So gehörte ein Ratsherr in der Regel ein Jahr dem regierenden und ein oder mehrere Jahre dem ruhenden Rat an. Die Ratsherren waren in der Regel auf Lebenszeit Mitglieder des Rates. Der neugewählte Rat verteilte die einzelnen Ämter unter sich, u.a. das Bauamt (Bauherr), die Kämmerei, das Salzamt (Salzherr). Es kam auch vor, daß der Rat vom Landesherrn berufen wurde. Eine Mitbestimmung der Bürgerschaft bei der Wahl des Rates konnte oft erst nach langen innerstädtischen Auseinandersetzungen und auch nicht in allen Städten durchgesetzt werden. An der Spitze des Rates stand jeweils ein Bürgermeister, selten mehrere. Der Rat stützte sich in seiner Tätigkeit auf eine Reihe von städtischen Beamten. Zu den oberen Ratsbeamten gehörten zumeist der Stadtschreiber, der Syndicus und der Stadtphysicus, zu den zahlreichen Unterbeamten die städtischen Aufseher (Ratsförster, Ratszimmermann, Ratsmaurer, Röhrmeister u.a.), die mit Polizeidiensten beauftragten Marktmeister, Ratsdiener, Gerichtsknechte, Frohne, Wächter usw. und eine Reihe von weiteren Unterbeamten, die spezielle Dienste verrichteten (u.a. Kuttler, Hebamme, Totengräber, Gassenreiniger). Eine Veränderung der Struktur der alten Ratsverfassung trat erst mit den Verwaltungsreformen im 18. Jh. ein, die in den verschiedenen deutschen Ländern zu unterschiedlicher Zeit durchgeführt wurden. a) Titel, der einen höheren Beamten, bes. das stimmberechtigte Mitglied eines staatlichen Kollegiums (z.B. Stadt-Rat, Land-Rat, Regierungs-Rat) auszeichnete. Die Bezeichnungen Geheimer (Geheim-), Ober- und Wirklicher Rat drücken in dieser Reihenfolge eine jeweils höhere Rangstufe in der Beamtenhierarchie aus; ein "Wirklicher Geheimer Rat" war z.B. in Preußen mit dem Titel "Exzellenz" verbunden (s.a. Hofrat). b) Ehrentitel, der verdienten Persönlichkeiten verliehen werden konnte (z.B. Hof-Rat, Kommerzien-Rat, Sanitäts-Rat, Justiz-Rat). Es existierte ebenfalls eine Rangfolge, die mit den Zusätzen "Ober" bzw. "Geheimer" kenntlich gemacht wurde. Subalternen Beamten konnte nach langjähriger Dienstzeit der Ehrentitel Rechnungs-Rat bzw. Kanzlei-Rat verliehen werden.
Genealogie
Rat kurzen Rockes
Mitglied des Provinzialrates im alten Herzogtum Luxemburg aus dem Adel, dem Militär und den Lehnsträgern
Genealogie
ratificatio
lat. für Ratifikation
Genealogie
Ratifikation
Bestätigung, Genehmigung, z.B. von Kauf- und Verkaufsverträgen durch das entsprechende Amt (Amtmann) oder den Grundherrn
lat.: ratificatio
Genealogie
Ratsfreund
Schöffe, Ratsmitglied
Siehe:Ratsherr 
Genealogie
Ratsförster
Von den Städten angestellter Förster zur Beaufsichtigung der städtischen Wälder; in größeren Städten (z.B. Zwickau 1550) dem Holzherrn unterstellter Beamter des städtischen Holzamtes. Der Ratsförster. wurde durch Flurschützen, Feldbereiter bzw. Feldhüter (lat. banarius) unterstützt. In kleineren Städten besaß er oft keine forstliche Ausbildung und entstammte Handwerkerkreisen (z.B. war in Saalfeld ein ehemaliger Nagelschmied als R. eingesetzt)
Genealogie
Ratsgenosse
Siehe:Ratsherr 
Genealogie
Ratsgeselle
Schöffe, Ratsmitglied
Genealogie
Ratsherr
Mitglied des Rates eines städtischen Gemeinwesens. Die R. entstammten häufig reichen Kaufmannsfamilien, die bes. in den alten Handelsstädten die Patrizier bzw. ratsfähigen Geschlechter ausmachten. So ist z.B. für Erfurt nachgewiesen, daß 1509 die insgesamt 42 R. aus nur 23 Familien stammten, von denen 13 alte Gefrundetenfamilien waren; 5 von ihnen hatten nicht weniger als 27 städtische Funktionen inne, davon allein die Familie Ziegler 16. In den später entstandenen Städten, bes. den mitteldeutschen Bergstädten, kam es kaum zur Herausbildung eines Patriziats und derartiger Machtkonzentration innerhalb weniger Familien.
Genealogie
Ratskumpane
Siehe:Ratsherr 
Genealogie
Ratsmann
Siehe:Ratsherr 
Genealogie
Ratsmeister
Siehe:Ratsherr 
Genealogie
Ratsschenker
Städtischer Beamter, der dem Rat aufzuwarten, den Ehrenwein zu kredenzen und Zitationen auszufertigen hatte
Genealogie
Ratsverwandter
Siehe:Ratsherr 
Genealogie
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Die Basisdaten stammen, mit freundlicher Genehmigung, aus dem Lexion Genealogie und Lexikon Heraldik der Stiftung Seeau
und aus der Rubrik Genealogische Begriffe von der Ahneforschung Unger.
Alle weiteren Daten stammen von den jeweiligen Einsendern,
deren Namen teilweise in der Beschreibung angegeben ist.

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