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Genealogielexikon

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Ahneneltern
Generationenbezeichnung
geboren ca. 1610
total 8.192 Vorfahren
13.Generation Ahneneltern
12.Generation Stammurgroßeltern
11.Generation Stammgroßeltern
10.Generation Stammeltern
9. Generation Oberurgroßeltern
8. Generation Obergroßeltern
7. Generation Obereltern
6. Generation Alturgroßeltern
5. Generation Altgroßeltern
4. Generation Alteltern
3. Generation Urgroßeltern
2. Generation Großeltern
1. Generation Eltern
Genealogie
Ahnengleichheit
Aszendentenimplex [lat.], auch Ahnenverlust, seltener Ahnenhäufung, Ahnenschwund, Ahnenzusammenlegung, Verwandtschaftshäufung.

Mehrfaches Vorkommen der gleichen Personen als Ahnen in der Ahnenliste eines Probanden, bedingt durch Eheschließungen zwischen Blutsverwandten. Das Auftreten von Geschwistern als Ahnen ist frühestens in der dritten, in der Regel aber in späteren Generationen möglich und führt zum mehrfachen Auftreten von deren Eltern in der nächsten zurückliegenden Generation. Vor der dritten Generation zählt A. zur Blutsverwandtschaft und bildet ein Ehehindernis. Durch A. verringert sich die Anzahl der tatsächlichen gegenüber den theoretisch möglichen Ahnen, woraus sich auch der Inzuchtkoeffizient einer Ahnenliste schätzen lässt. In Ahnenlisten, die alphabetisch nach Ahnenstämmen geordnet sind, werden die Personen, die mehrfach Ahnen sind, nur einmal aufgenommen, aber mehrfach verzeichnet durch die Angabe der betreffenden Kekulé-Zahlen des Platzes, den sie sonst in der Liste eingenommen hätten. Dies geschieht, um die durch A. belegten Plätze von denen zu unterscheiden, die noch nicht erforscht sind. A. tritt wegen bestehender Heiratsschranken besonders stark in dynastischen Ahnenlisten auf; bei örtlich eingeschränktem Heiratskreis ist sie aber oft auch in Gebieten großer Abgeschiedenheit (Isolate) anzutreffen.
Genealogie
Ahnengroßeltern
Generationenbezeichnung
geboren ca. 1580
total 16.384 Vorfahren
14.Generation Ahnengroßeltern
13.Generation Ahneneltern
12.Generation Stammurgroßeltern
11.Generation Stammgroßeltern
10.Generation Stammeltern
9. Generation Oberurgroßeltern
8. Generation Obergroßeltern
7. Generation Obereltern
6. Generation Alturgroßeltern
5. Generation Altgroßeltern
4. Generation Alteltern
3. Generation Urgroßeltern
2. Generation Großeltern
1. Generation Eltern
Kinder
Genealogie
Ahnenhäufung
Siehe:Ahnengleichheit 
Genealogie
Ahnenliste
ist eine strukturierte Liste aller Ahnen, meist nach Generationen geordnet, d. h. dem Probanden folgen die Eltern, diesen die vier Großeltern, diesen die acht Urgroßeltern usw. Die Personenfolge entspricht also der der Ahnentafel. Die Ahnenliste nimmt ihren Ausgang von einer Person, dem so genannten Probanden (Nr. 1 der Liste), es folgen dann die Eltern (Nr. 2 und 3, I. Generation), dann die Großeltern (Nr. 4 bis 7, II. Generation), usw. Alle einzelnen Vorfahren sind mit einer Nummer belegt, gerade Zahlen stehen für männliche Personen, ungerade Zahlen für weibliche. Siehe Kekule.
Genealogie
Ahnenprobe
Urkundlich belegter Abstammungsnachweis von einer bestimmten Anzahl meist adliger Ahnen, bestehend aus dem Nachweis der Ritterbürtigkeit der einzelnen Ahnen (Ritterprobe) und der Rechtmäßigkeit der betreffenden Ehen (Filiationsprobe). A. lassen sich in Deutschland seit dem 12./13. Jh. nachweisen. So legte z. B. der "Sachsenspiegel" (13. Jh., Rechtsbücher) fest, dass die Zugehörigkeit zu einem Stand den Nachweis von vier Ahnen erfordere. A. waren Voraussetzung eines Adelsbeweises, für die Fähigkeit zum gerichtlichen Zweikampf, zur Aufnahme in Orden, Stifte oder Domkapitel (Domherrenahnentafeln, s.a. Stiftsfähigkeit), für die Zulassung zu Turnieren, sowie für die Landtagsfähigkeit und zur Erlangung bestimmter Hofämter. Die Zahl der geforderten Ahnen war örtlich verschieden und hatte bis zum Beginn des 18. Jh. eine steigende Tendenz. Sie schwankte zwischen 4 und 32. Als A. diente zumeist eine Ahnentafel, in welcher sämtliche zu beweisenden Ahnen mit Vor- und Zunamen sowie dem (oft richtigen, d.h. nicht erfundenen) Wappen (Wappenahnentafel) aufgeführt und die Filiation aus einer rechtmäßigen Ehe urkundlich nachgewiesen sein musste. Mit der Säkularisierung der Kirchengüter zu Beginn des 19. Jh. verloren die A. ihre rechtliche Bedeutung. Der Forscher findet Unterlagen über A. vor allem in Domstifts-, Staats- und Stadtarchiven. Auch Grabdenkmäler und Kunstgegenstände weisen zuweilen A. in Form von Wappendarstellungen auf. S. a. Aufschwörung. Abb. Tafel. Lit. S. Kekulé von Stradonitz: Ahnenproben auf Kunstwerken, in : Ausgewählte Aufsätze aus dem Gebiet des Staatsrechts und der Genealogie, Berlin 1905.
Genealogie
Ahnenreihe
ist eine strukturierte Liste aller Ahnen, meist nach Generationen geordnet, d. h. dem Probanden folgen die Eltern, diesen die vier Großeltern, diesen die acht Urgroßeltern usw. Die Personenfolge entspricht also der der Ahnentafel. Die Ahnenliste nimmt ihren Ausgang von einer Person, dem so genannten Probanden (Nr. 1 der Liste), es folgen dann die Eltern (Nr. 2 und 3, I. Generation), dann die Großeltern (Nr. 4 bis 7, II. Generation), usw. Alle einzelnen Vorfahren sind mit einer Nummer belegt, gerade Zahlen stehen für männliche Personen, ungerade Zahlen für weibliche. Siehe Kekule.
Genealogie
Ahnenschlauch
Einseitig (zumeist nur in männlicher Folge) geführte, sehr weit zurückreichende Linie in Ahnenlisten oder -tafeln. Der wissenschaftliche Wert eines solchen A. ist meist gering. Wenn man z. B. einen bekannten Anschluss hat, der auf Karl den Großen (742-814) zurückführt, sollte man sich in seiner Ahnenliste mit einem Hinweis auf in der Regel schon publizierte Zusammenhänge begnügen und nicht auf 100 Seiten eine Abschrift derartiger Publikationen bringen und mit einem solchen A. die Ahnenliste unnötig aufbauschen.
Genealogie
Ahnenschwindel
Fälschung der Filiation; z. B. in erbrechtlichen Auseinandersetzungen. Nicht selten war Eitelkeit ein Motiv, um seine Abstammung mit phantasievollen (oft adligen) Namen und Wappen zu "schönen", wozu auch professionelle Fälscher beigetragen haben. Bekannte historische Beispiele dafür sind die mit Fälschungen versehenen Turnierbücher (Turnier) im Ausgang des MA, besonders das von G. Rüxner in vielen Auflagen (1527/1536) verbreitete Buch, sowie z. T. die in der Renaissance aufkommenden Geschlechterbücher (Genealogie/Geschichte). - Die Richtigkeit einer Abstammung belegt der Abstammungsnachweis.
Genealogie
Ahnenschwund
Wenn z.B. ein Mann seine Cousine heiratet, haben beide die gleichen Großeltern, Urgroßeltern usw. D.h.für die gemeinsamen Kinder, daß die Urgroßeltern mütterlicherseits = Urgroßeltern väterlichseits sind. Somit finden sich an verschiedenen Stellen im Stammbaum die gleichen Ahnen wieder.Vorkommen tut dies vor allem häufig in ländlichen Gebieten, wo oft alle Familien irgendwie miteinander verwandt sind.
Siehe:Ahnengleichheit 
Genealogie
Ahnenstamm
Stammreihe, Abstammungslinie, die nur über Männer (Väter) führt und in welcher in der Regel der Familienname vererbt wird. Ein A. beginnt (mit Ausnahme des A. eines männlichen Probanden) immer mit einer Ahnenfrau, der der Vater, der Großvater usw. folgen (darum im Unterschied zur Mütterlinie auch Väterlinie genannt). A. werden in Form einer Liste alphabetisch oder in der Reihenfolge der Generation, mit der jeweils der A. beginnt ( l , 2, 4, 8, usw. der Kekulé-Zahlen), geordnet.
Genealogie
Ahnentafel
ist die tabellarische (graphische) Darstellung der Vorfahren eines Probanden. Sie beginnt unten (bei seitlicher Anordnung links) mit dem Probanden. Nach oben (bzw. nach rechts) folgt dann jede weitere Generation in einer geschlossenen waagrechten (bzw. senkrechten) Reihe. Bei jedem Ehepaar steht links (bzw. oben) der Mann, unmittelbar anschließend rechts (bzw. unten) die Frau. Die Generationen werden, beginnend mit den Eltern des Probanden, mit römischen Ziffern bezeichnet. Die Ahnentafel lässt mit einem Blick die Vorfahren des Probanden über mehrere Generationen erkennen. Allerdings wird eine Ahnentafel von mehr als 6 oder 7 Generationen unhandlich. Soll auf die Tafelform trotzdem nicht verzichtet werden, empfiehlt sich die Anlage von Anschlusstafeln. Da zu umfangreiche Ahnentafeln unhandlich sind, ist die Ahnenlistenform der Ahnentafelform vorzuziehen. Für die Ahnentafel ist auch eine kreisrunde Anordnung denkbar, bei der Stammvater den Mittelpunkt bildet. Illustrierte Ahnentafeln sind Wappenahnentafeln und Bildnisahnentafeln.
Genealogie
Ahnenträger
Siehe:Proband 
Genealogie
Ahnenurgroßeltern
Generationenbezeichnung
geboren ca. 1550
total 32.768 Vorfahren
15.Generation Ahnenurgroßeltern
14.Generation Ahnengroßeltern
13.Generation Ahneneltern
12.Generation Stammurgroßeltern
11.Generation Stammgroßeltern
10.Generation Stammeltern
9. Generation Oberurgroßeltern
8. Generation Obergroßeltern
7. Generation Obereltern
6. Generation Alturgroßeltern
5. Generation Altgroßeltern
4. Generation Alteltern
3. Generation Urgroßeltern
2. Generation Großeltern
1. Generation Eltern
Kinder
Genealogie
Ahnenverlust
Siehe:Ahnengleichheit 
Genealogie
Ahnenzusammenlegung
Siehe:Ahnengleichheit 
Genealogie
Aischtag
Aschermittwoch
Datum
Aitentag
Agathe 5. II.
Datum
Aktuar
Gerichtsschreiber
alte Berufsbezeichnungen
Akzise
Verbrauchssteuer
Genealogie
AL
Ahnen-Liste
Abkürzungen
alba hebdomada
weiße Woche
die Woche nach Ostem
Datum
Alban
21. VI.
Datum
Albator
Bleicher
alte Berufsbezeichnungen
Albicerdo
Weißgerber
alte Berufsbezeichnungen
Albinus
Bischof 1. III.

Märtyrer 22. VI.
Datum
Albschoß
rheumatischer Schmerz
Genealogie
Albus
Groschenprägung des 14. Jahrhunderts
Genealogie
Aldenmoder
Altmutter
(Großmutter)
Genealogie
Alerius
17. VII.
Datum
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Die Basisdaten stammen, mit freundlicher Genehmigung, aus dem Lexion Genealogie und Lexikon Heraldik der Stiftung Seeau
und aus der Rubrik Genealogische Begriffe von der Ahneforschung Unger.
Alle weiteren Daten stammen von den jeweiligen Einsendern,
deren Namen teilweise in der Beschreibung angegeben ist.

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