Scherz

 

Wappenbeschreibung / Blasonierung: BLASONIERUNG: Schwarz-golden gespalten, die Spaltlinie in der Mitte nach oben rechts und unten links ausgezogen zu je einem verlängerten Halbkreis, auf dem Spalt im goldenen Feld eine Standwaage im Gleichgewicht in verwechselten Farben, unten ins schwarze Feld ausgezogen zu einem silbernen Hammer, der Kopf unten belegt mit einem schwarzen Fadenschrägkreuz, der Stiel einem silbernen Eichenbruch, bestehend aus einer schräglinken gestielten Eichel und einem schrägrechten gestielten Blatt, die Stiele jeweils oben, überdeckend. Auf dem Helm mit schwarz-goldenen Decken ein wachsender rotbewehrter Löwe mit schwarzem Bärenkopf, in den Pranken eine goldene Lyra haltend.
Wappenstifter: Guido Scherz, aus Alsfeld in Oberhessen, Kraftfahrzeug-Meister und Technischer Gutachter.
Entwurf: Rolf Eike Sutter M. A. in Verbindung mit Dr. Ottfried Neubecker (Pro Heraldica).
Gestaltung: Pro Heraldica in Verbindung mit dem Wappenstifter
Eintrag: Allegeine Deutsche Wappenrolle (ADW)
Registriernummer: 90058
Führungsberechtigt: Guido Scherz aus Alsfeld (Hessen, Vogelsbergkreis), seine Ehefrau Anette, geb. Neugebauer, seine ehelichen Nachkommen im Mannesstamm beiderlei Geschlechts sowie alle übrigen ehelichen Nachkommen im Mannesstamm seines Ururgroßvaters Hans Heinrich Scherz.
Symbolerklärung: SCHILD: Der Schild ist durch die zweimal halbkreisförmig ausgezogene Spaltlinie schwarz-golden halbiert, wobei die Teilungslinie die Initiale „S“ des Familienwappens Scherz bildet. In der oberen Schildhälfte ist eine schwarze Waage angebracht, welche auf den ausgeprägten Gerechtigkeitssinn der Familie verweist. (Die Waage ist das Attribut der römischen Gerechtigkeitsgöttin Justitia, welche als letzte der himmlischen im eisernen Zeitalter die von Verbrechen erfüllte Erde verließ und meist mit Füllhorn und Waage, später mit Schwert und Waage oder Schale und Zepter abgebildet wird.) Der silberne Eichenbruch mit Hammer gilt als allgemeines deutsches Handwerkerzeichen und symbolisiert als solches die rechtschaffenen und freien Handwerksmeister unter den männlichen Vorfahren der Familie Scherz. Das ehrwürdige und ehrbare Handwerk weist in der Stammreihe Scherz eine lange Tradition – welche auch durch den Wappenstifter als Kraftfahrzeug-Meister aufrecht erhalten wird – auf: unter anderem sind Maschinenbau-Meister, Schreiner-Meister und Schmiede-Meister vertreten. Aus grafischen Gründen ist das Handwerkerzeichen gestürzt und spiegelverkehrt dargestellt. Dadurch symbolisiert diese Figurenkombination jedoch auch besonders deutlich, dass sich das Handwerk in der Rechtssprechung widerspiegelt und umgekehrt. Mit dieser Figurenanordnung wird also genauestens auf die gutachterliche Tätigkeit des Wappenstifters bezug genommen. Die Schildfigur ohne Waage und Handwerkssymbol kann als Heroldsbild bezeichnet werden. (Heroldstücke oder auch Ehrenstücke werden durch eine Anzahl von geraden oder gekrümmten Teilungsstrichen gebildet. Durch die grafische Aufteilung des Schildes entsteht eine Figur, die einen eigenständigen Charakter hat, eben das Heroldstück. Da die Schlichtheit nach den strengen Regeln der klassischen Heraldik ein Ausdruck guten heraldischen Stils ist, entsprechend Wappen mit Heroldstücken in besonderem Maße der heraldischen Tradition.) HELM: Als Helmform ist ein bürgerlicher Stechhelm gewählt. Das Lüftungskreuz am Helm ist als Zeichen des christlichen Glaubens der Familie Scherz interpretiert. HELMZIER: Den Helm des Wappens „Scherz“ ziert ein wachsender silberner Löwe mit schwarzem Bärenkopf. In den Pranken hält das Tier eine goldene Leier. Der Löwenrumpf stammt aus dem Wappen der Heimatstadt der Familie Scherz, Alsfeld, das im blauen Schild einen silbern-rot gestreiften hessischen Löwen neben einem Schwert enthält. Schon das im 13. Jahrhundert entstandene erste Stadtsiegel zeigt den Löwenschild in der linken Hand des Landgrafen. Darüber hinaus deutet der Löwe die Stärke des Geschlechts „Scherz“. In der Populärliteratur wird dieses Tier als Zeichen für Tapferkeit, innere Größe und eben auch Stärke gedeutet. Als „redendes“ Symbol für den Vornamen des Wappenstifters Guido Scherz ist der Kopf des Bären, eines Waldtieres gewählt. Der Taufname „Guido“ geht auf den Namen „Widukind“ zurück, der sich wiederum zusammensetzte aus den altsächsischen Begriffen „widu“ = Holz, Wald und „kind“ = Kind. Die Personenbezeichnung Widukind kann somit übersetzt werden mit „des Waldes Sohn/Kind“. Einen Hinweis auf die musikalische Begabung und Beschäftigung der Familie Scherz und deren Vorfahren mit Musik gibt die Lyra. Diese „redet“ außerdem für den Familiennamen „Scherz“ der als Berufs- oder Übername für den Spaßmacher, Gaukler, Possenreißer und Minnesänger gebildet wurde. Der zugrundeliegende Mittelhochdeutsche Begriff ist hier „Schërz“, was soviel bedeutet wie Spiel und Vergnügen. FARBEN: Das Wappen der Familie Scherz ist in den Farben GOLD, SILBER und SCHWARZ tingiert, wobei SCHWARZ Ehrwürdigkeit und Freimut ausdrückt, die Metallfarbe GOLD für Edelmut und die Metallfarbe SILBER für die (eiserne) Stärke des Familienverbandes Scherz stehen. HELMDECKEN: Die Helmdecken wiederholen gemäß einer Sitte der Blütezeit der Heraldik im Mittelalter die Farben des Schildes und der Helmzier. LEISPRUCH: "Quidquid agis, prudenter agas et respice finem" Der Leispruch der Familie umgibt habkreisförmig das Vollwappen und bedeutet: Was immer Du tust, tue es gut und behalten Dein Ziel im Auge. Darüber hinaus können die Handwerksmeister der Familie "Scherz" den zusätzlichen Leitspruch "Iurare in verba Magistri", was so viel bedeutet wie, "schwöre getrost auf die Worte des Lehrmeisters" in Verbindung mit dem Vollwappen oder auch nur dem Wappenschild führen.
Homepage: http://www.guidoscherz.de

Die Verantwortung für die heraldische Richtigkeit des Wappens und die Berechtigung zur Veröffentlichung liegt beim Einreicher des Wappens.